Der Autoklav – Lebensmittelqualität durch Steriliesieren
Ein Autoklav und das in der Lebensmittelbranche? Was ist das eigentlich? Und was macht dieses Gerät mit unseren Lebensmitteln?
Autoklav – Was ist das eigentlich?
Ein Autoklav ist ein sich selbstverschließender, gasdichter Druckbehälter. Dieser wird für eine thermische Behandlung im Überdruckbereich eingesetzt. Autoklaven werden meistens zum Steriliesieren, aber auch zum Vulkanisieren, zum Verpressen und zum Aushärten gebraucht. Gerade durch die vielfältige Verwendung kommt das Gerät in den verschiedensten Branchen vor; sowohl in der Biologie, Medizin, Glasindustrie, Steinfabriken, Luftfahrindustrie, Vulkanisierbetrieben aber auch in der Lebensmitteltechnik sind die Autoklaven sehr wertvoll.
Was tut der Autoklav im Lebensmittelbereich?
Wo das Gerät in der Medizin und in der Biologie durch das Luftentziehen oder das Dampfkochtopfprinzip sterilisiert und vakuumiert macht es in der Lebensmittelindustrie verschiedene Gerichte länger haltbar. Damit Fertigsuppen, Menüschalen und Eintöpfe länger ohne Kühlung haltbar sind, muss man sie behandeln. Dies kann man in Form einer Sterilisation, meist bei Produkten mit einem pH-Wert über 4,5 oder einer Pasteuration bei beispielsweise Obstkonserven. Damit die Sterilität der Produkte gewahrt wird müssen luftundurchlässige Behälter verwendet werden.
Eignet sich der Autoklav für den Privatgebrauch?
Durch den hohen Preis und den hohen Stromverbrauch eignen sich Autoklaven wohl eher weniger für einen privaten Verbrauch. Wer Geld übrig hat und so etwas gerne einmal auspobieren will, dem ist es selbst überlassen sich einen Autoklaven zuzulegen. Eigentlich ist er jedoch lediglich für eine Massenproduktion zu gebrauchen.
Die kleinsten Tischautoklaven kosten schon mindesten 1.500 Euro bis hin zu den größeren Dampfgeräten, die bis zu 9.000 Euro und weit mehr kosten. Nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Durch die Aufwendige Herstellung und die ständige Wartung gehören Autoklaven zu der teuersten Konservierungsmethode überhaupt.
Dass auch die Anforderungen, sowie der Gebrauch und die Vorschriften bei diesem Gerät sehr schwer und vielseitig sind ist nur ein weiterer Punkt gegen eine private Anschaffung. Ein Autoklav muss wie ein Baby behandelt werden. Vor jedem Start muss ein Bowie & Dick-Test beweisen, dass alles in den richtigen Reihen läuft. Es muss jeder Testdurchlauf sorgfältig dokumentiert und festgehalten werden. Da die Autoklaven mit Überdruck laufen und diesen während der ersten Phase des längeren Sterilisationsganges aufbauen darf der Autoklav niemals vor Ende des Durchlaufes geöffnet werden. Wer privat auch konservieren will sollte daher besser auf die älteren Methoden wie einkochen, trocknen und salzen zurückgreifen.
Sind Autoklaven im Lebensmittelbereich schädlich?
Definitiv nicht. Autoklaven arbeiten lediglich mit einer Art Vakuumieren und Steriliesieren. Also mit dem Entzug von Luft und mit dem Überdruck. Dies setzt den Produkten in keiner Form irgendwelche schädlichen Stoffe zu.
Wichtig ist bei Waren wie Tütensuppen, Menüschalen und allen Dosen, dass diese trocken gelagert werden. Sollte Feuchtigkeit in die Verpackung eindringen können ist die Haltbarkeit des Produktes nicht mehr garantiert und es kann gammeln.
Abschließend kann man sogar sagen dass Tütensuppen oder Eintöpfe in Dosen zumindest gesünder haltbar gemacht wurden als mit dem Zusetzen von Konservierungsstoffen oder sogar beim Begasen. Wer es allerdings noch gesünder haben möchte sollte in seinem eigenen Garten unter eigener Pflege seine Güter selbst anbauen. Dies kann kein Autoklav und keine Begasungsmaschiene, die Konservierungsstoffe, das Einfrieren, die Trocknung und was es sonst noch alles an Konservierungsmethoden gibt, wett machen.
